Elektroautomobil Ausgabe 02/2022

Top-down oder bottom-up? 

Elektromobilität steht oft in der Kritik, weil neue Elektrofahrzeuge vor allem groß, schwer und teuer seien. Nun, dieses Argument lässt sich nicht vollständig von der Hand weisen. Die Batterien sind weiterhin der teuerste Bestandteil eines E-Fahrzeugs, weshalb viele Hersteller die Technologie „top-down“, also von oben nach unten einführen, da sich teure Technik in teuren Fahrzeugen besser kompensieren lässt. Tesla begann vor vielen Jahren erfolgreich mit dieser Strategie, heute sind sie in der Mittelklasse angekommen.
Bei BMW wählte man stattdessen den umgekehrten Weg und führte die E-Technik bottom-up ein. 2013 startete BMW mit dem Kleinwagen i3 und krönt heute die Modellpalette mit dem neuen Flaggschiff iX, vollgestopft mit allem, was die Entwicklerinnen und Entwickler der Münchner Marke in petto haben. Die Bandbreite der Elektromobilität wird auf jeden Fall immer größer und für (fast) jeden Bedarf findet sich inzwischen ein passendes Angebot. Und das wird sich in den nächsten Jahren noch steigern, egal ob top-down oder bottom-up.

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